Das Wichtigste in Kürze
- Ford Pro liefert bis Ende 2026 insgesamt 131 Elektro-Transporter an die BVG.
- Die Bestellung umfasst 49 Ford E-Transit Custom und 82 Ford E-Transit.
- Die Fahrzeuge übernehmen künftig Wartungs-, Service- und Transporteinsätze im Berliner Nahverkehr.
- Reichweite im Stadtverkehr: bis zu 443 km (Custom) und bis zu 403 km (Transit).
- Die Transporter ergänzen eine breite Elektrifizierungsstrategie mit Ladeinfrastruktur und 270 weiteren E-Bussen bis 2027.
Was wird geliefert?
Bis Ende 2026 gehen 131 batterieelektrische Transporter an die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Der Auftrag kommt von Ford Pro, der Flotten- und Nutzfahrzeug-Sparte des Herstellers.
Die Fahrzeuge übernehmen Wartungs-, Service- und Transporteinsätze im Berliner Nahverkehr. So berichtet es electrive.net.

Welche Modelle sind im Auftrag?
Die Bestellung teilt sich auf zwei Modellreihen auf: 49 Ford E-Transit Custom und 82 Ford E-Transit. Laut Ford Pro sind beide Reihen auf unterschiedliche Einsatzprofile im ÖPNV-Betrieb abgestimmt.
Welche technischen Daten sind für Fuhrparks wichtig?
Der E-Transit Custom hat eine nutzbare Batterie von 64 kWh und 100 kW Leistung. Die kombinierte WLTP-Reichweite liegt bei bis zu 331 Kilometern. Im Stadtverkehr sind bis zu 443 Kilometer möglich.
Der größere E-Transit kommt mit einer 68-kWh-Batterie und 135 kW Leistung. Im kombinierten WLTP-Zyklus erreicht er bis zu 317 Kilometer. Im Stadtverkehr sind bis zu 403 Kilometer drin.
Je nach Ausführung steht ein Ladevolumen von bis zu 15,1 Kubikmetern zur Verfügung.
WLTP und Stadtverkehr verstehen
Die WLTP-Reichweite ist ein genormter Labortest. Im Stadtverkehr sind die Werte meist höher, weil langsamer gefahren und mehr gebremst wird. Für Fuhrparks ist die Stadt-Reichweite oft die praxisnahe Zahl.

Wie passt der Auftrag in die Gesamtstrategie der BVG?
Die Transporter sind ein Baustein der laufenden Elektrifizierung der BVG. Ende Juni 2026 nahm das Unternehmen eine Schnellladestation für E-Busse am S-Bahnhof Marzahn in Betrieb. Parallel baut die BVG ihre Lade- und Depotinfrastruktur weiter aus.
Bis 2027 sollen zudem 270 weitere batterieelektrische Busse beschafft werden. Damit würde die Zahl der E-Busse auf rund 550 steigen, etwa ein Drittel der rund 1.500 Fahrzeuge umfassenden Busflotte.
Was können Fuhrparkleiter mitnehmen?
Die BVG ist ein Sonderfall. Trotzdem zeigt der Auftrag einige Muster, die auch für andere Flotten gelten:
- Skalierung vor Infrastruktur: Eine Großflotte braucht Depots, Lastmanagement und Anschlussleistung, nicht nur Fahrzeuge.
- Modellmix nach Einsatz: Unterschiedliche Transporter decken unterschiedliche Profile ab (zum Beispiel City-Logistik vs. schwerer Materialtransport).
- Eine Strategie für alle Antriebe: Transporter und Busse teilen sich dieselbe Ladeinfrastruktur am Standort.
Tipp für Fuhrparkleiter
Prüfen Sie früh den Netzanschluss Ihres Depots. Eine größere Anschlussleistung ist oft der Engpass, bevor die Fahrzeuge kommen.
Häufige Fragen
- Bis wann werden die 131 Transporter geliefert?
- Bis Ende 2026, wie electrive.net berichtet.
- Wie ist die Verteilung der Modelle?
- 49 Fahrzeuge sind Ford E-Transit Custom, 82 sind Ford E-Transit.
- Welche Reichweite haben die Transporter im Stadtverkehr?
- Bis zu 443 km (Custom) und bis zu 403 km (Transit), laut Hersteller.
- Was plant die BVG noch bei der Elektrifizierung?
- Bis 2027 sollen 270 weitere E-Busse beschafft und die Ladeinfrastruktur weiter ausgebaut werden.



